Kaninchen: Maßnahmen zur Kühlung und im Notfall

Als Höhlenbewohner und dämmerungsaktive Tiere können Kaninchen äußerst empfindlich reagieren, wenn das Quecksilber im Thermometer steigt. Finden die Tiere keine kühlen Plätze, könnten sie Kreislaufprobleme oder bei praller Sonneneinstrahlung sogar einen Hitzeschlag bekommen.

Wie es im Gehege angenehmer wird

Bieten Sie Kacheln als Liegeplätze an. Sie können Eiswürfel oder Kühlakkus in eine Plastiktüte packen, mit einem Handtuch umwickeln und auf das Gitter legen. Das verschafft kühle Luft. Kühlakkus dürfen aber nicht direkt im Gehege liegen, da die Kaninchen sie annagen könnten. Besser ist eine stark gekühlte, in ein Handtuch eingewickelte Glasflasche. Gut belüftete Unterstände sollten vorhanden sein. Holzhäuser, die häufig zur Verfügung stehen, reichen als Schutz vor Hitze nicht aus.

Dabei ist ein kühles Plätzchen leicht hergestellt: Legen Sie ein feuchtes Handtuch über einen Korb, so dass die Tiere sich darunter verstecken können. Langhaarkaninchen können die Hitze besser verkraften, wenn sie weniger Fell haben. Fragen Sie in Ihrer Praxis/Klinik, wie es fachgerecht gekürzt werden soll.

Hitzeschlag: Handeln Sie sofort

Kaninchen schwitzen nicht, hecheln sehr wenig und können Wärme nur über die Ohren abgeben. Bei direkter Sonneneinstrahlung, vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit, kann es zur Überhitzung kommen. Übergewichtige und schwangere Tiere sind besonders gefährdet. Die Tiere liegen bei einem Hitzeschlag auf der Seite, atmen schnell und flach und haben einen schwachen Puls. Schnelles Handeln ist gefragt: Kaninchen in ein trockenes(!), kühles Handtuch (aus dem Kühlschrank/Froster) wickeln, der Kopf bleibt frei, dem Tier Flüssigkeit einflößen, die Füße in kühles, nicht eiskaltes Wasser eintauchen und sofort im klimatisierten Wagen in die Praxis oder zur Klinik fahren.